Intimchirurgie

Schamlippenkorrektur

Die Schamlippen können in verschiedenen Altersklassen zu groß, zu unregelmäßig und unschön ausgebildet sein. Große Schamlippen können im Alltag durchaus zu Beschwerden führen. Dabei unterscheiden wir zwischen den inneren Schamlippen ( Labien ) und äußeren Schamlippen. Häufig betroffen sind allerdings die inneren Schamlippen. Frauen mit großen Schamlippen leiden oft auch psychisch unter der Erkrankung – das Selbstbewusstsein und die Partnerschaft leiden sehr stark darunter. Manchmal sind gleichzeitig auch die äußeren Schamlippen vergrößert. Hier kann entweder ein Hautüberschuss oder Fettüberschuss vorhanden sein.

Vorgehensweise
Es gibt verschiedene plastisch-chirurgischen Techniken den Überschuss an Haut und Gewebe im Bereich der inneren Schamlippen ( Labia minora ) zu entfernen und neu zu modellieren. Der Eingriff kann auch mit der Korrektur der äußeren großen Schamlippen (Labia majora) kombiniert werden. Vor dem Eingriff wird festgestellt, an welcher Stelle der Hautüberschuss vorhanden ist. Die Operation kann in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Je nach Ausprägung kann dieser Hautüberschuss spindelförmig oder keilförmig mit einem LASER-Messer oder einem normalen chirurgischen Messer sorgfältig entfernt werden. Die Wunde wird mit einem selbstauflösenden Faden verschlossen. Die Narbe ist hauchdünn und im inneren Bereich versteckt. Welche Methode für Sie in Frage kommt, kann nur nach einer ausführlichen Untersuchung festgelegt werden.

Faltige innere oder äußere Schamlippen können mit Hyaluron aufgespritzt werden. Die Voraussetzung ist, dass kein Gewebeüberschuss vorliegt.

Die Behandlung (Verkleinerung) der äußeren großen Schamlippen sieht entweder eine Absaugung oder eine Hautentfernung vor. In der Regel kann
ein geringer Gewebeüberschuss der äußeren Schamlippen durch eine Absaugung behandelt werden. Die Haut ist in der Lage sich zusammen zu ziehen (lat.: retrahieren).

Risiken
Schwellungen, kleinere Hämatome, Wundheilungsstörungen, Schmerzen können wie bei jedem chirurgischen Eingriff auftreten. Die Risiken können durch Einhalten der o.g. Maßnahmen deutlich verringert werden.
Ein Nachwachsen des Gewebes ist der Regel nicht mehr möglich. Ein Taubheitsgefühl im operierten Bereich kann für eine vorübergehende Zeit auftreten, nach Abheilung und Abschwellung wird sich das Hautgefühl jedoch schnell erholen.

Nach dem Eingriff
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff ist das postoperative Verhalten für die Wundheilung und Narbenbildung sehr wichtig. Ruhiges Verhalten ist für eine schnelle und ungestörte Wundheilung besonders wichtig. Antibiotische Salben wie Jod-Salbe, Sitzbäder und spezielle hygienische Maßnahmen verhindern eine Entzündung. Sport ( speziell Radfahren ) und Intimverhalten sollten für mindestens 14 Tage unterlassen werden. Eine übermäßige Schwellung und Blutergussbildung können durch Kühlung und abschwellende Medikamente vermieden werden.